Tango DJ mit Notebook, Powerbook, iBook

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Re: Tango DJ mit Notebook, Powerbook, iBook

Beitragvon Joachim » 10.01.2009, 22:02

Vorhören mit Airport über den Finder von Mac OS? Nunja, wer eine Airport express besitzt und diese jeweils mitschleppen will, warum nicht. Wobei das mitschleppen weniger das Problem ist, als jedesmal die AE zuhause ausstöpseln. Und viel Herumgeklicke in iTunes und Finder eine gewisse Nervenbelastung für DJs darstellt, denen nicht egal ist, wenn die Musik plötzlich mittendrin aufhört. Ausserdem gab es nach verschiedenen Softwareaktualisierungen seitens Apple das Problem, dass die gestreamte Musik plötzlich aussetzt - abgesehen davon, dass es einen Moment dauert, bis der Wiedergabespeicher gefüllt ist und die Musik, die schon lange spielen sollte, dann auch erklingt.

Es gibt auch noch andre Möglichkeiten:

USB Kopfhörer, wie man sie zum Skypen verwenden kann, reichen zum Vorhören ebenfalls aus. Oder das recht preisgünstige Mini-USB Soundkärtchen Griffin iMic. Noch eine Möglichkeit ist, wenn vorhanden, den iPod mitzunehmen. Was den Vorzug hat, dass ein zweites System dabei ist, falls das erste ausfällt. Die Toblersche Luxuslösung mit zwei Powerbooks oder MacbookPro ist mittlerweile eine extrem teure Sache geworden: Wenn man eine FireWire Soundkarte verwenden möchte oder die von Jonas vorgeschlagene Indigo PCMMCIA karte, darf es kein einfaches Macbook sein. Und die Pros kosten eine Stange Geld. Die Macbooks ebenfalls, gut organiserte iPods dagegen sind zwar weniger komfortabel vom Suchen her - aber sie belasten dafür auch das Gepäck und die Geldbörse nicht sehr, wenn man mal im Ausland auflegt.

Ausserdem kann ich mir nicht verkneifen, an dieser Stelle zu vermerken, dass ich das Setting von C. Tobler schon wiederholt als störanfällig bis zum Totalausfall erlebte. Mir scheint, ab einem gewissen Aufwand steigt auch die Ausfallwahrscheinlichkeit, der Aufwand selber wird auch nicht durch ein für die Tänzer wesentlich besseres Klangerlebnis gerechtfertigt. Je mehr Komponenten verwendet werden, desto wahrscheinlicher werden Handhabungs-, Installations oder Bedienungsfehler. Das bestätigt meine Überzeugung: Keep it simple! Da lasse ich mich dann lieber mal fragen "Oh, ich dachte, Du spielst mit einem Gameboy..." :oops:

Da Tango DJs ohnehin niemals ihren Aufwand amortisieren können - dafür sind die Honorare zu niedrig und die Milongadichte und Auftrittsfrequenz bei weitem nicht hoch genug - muss man einfach wissen, wie weit man den Liebhaberaufwand als DJ überhaupt treiben möchte. Um zu estimieren, was der DJ / die DJane gerade präsentiert, braucht es seitens der Tänzer schon ein ziemliches Stück Tanzerfahrung und auch Passion für die Musik. Meiner Überzeugung nach wachsen Tänzer an schöner Musik, ohne dass ihnen das bewusst wird, auch diejenigen, die derzeit noch belastet mit vielen zu koordinierenden Entscheidungen über die Piste "vagabundieren" - alle haben so angefangen. Wohingegen DJs ebenfalls eine lange Zeit brauchen, um an den Tänzern zu wachsen. Allein zu bemerken, für wen man gerade Musik macht - nicht fürs eigene Ego - braucht eine ganze Weile. Herauszufinden, welcher Stil jetzt zu diesem Moment, in dieses Ambiente, diesen Raum, in diese Stimmung, zu diesen Menschen und ihren mitgebrachten Sorgen und Freuden passt - das ist eine lebenslange Aufgabe, mit viel Freude und Spass und Frustration daran. Und dann gibt es natürlich auch noch die eigenen Vorlieben: Man legt zwar für andre Leute auf, aber niemand schafft das einen Abend lang, seine eigenen Musikvorlieben zu verleugnen - bringt ja auch nichts, niemand hat etwas davon, wenn Stärken verborgen-, und Überraschungen ausbleiben. Natürlich kann es sein, das niemand auf der Piste den eigenen Favorit als "supertoll" anerkennt. Glückliche Tänzer, wenn der DJ sich in dem Moment besinnt, wer ihn eigentlich bezahlt ;) und im Zweifelsfall mal nachfragt, was denn so gewünscht ist.

Schon klar, DJs, Ihr macht das ja alle. Immer. Unter allen Bedingungen. Für fast kein Geld. Nur komisch, warum so viele Milongas dann doch so fad und voraussagbar dahinplätschern. :? Tango, so glaube ich wenigstens, ist kein leeres Ritual, sondern sollte so oft wie möglich "wilden Spass" machen.
Joachim
 

Re: Tango DJ mit Notebook, Powerbook, iBook

Beitragvon Tiziano » 17.01.2009, 17:49

Also ich benutze auch iTunes mit einem MacBook für das DJ-ing.

Zum vorhören benutze ich eine externe USB-Soundbox. Meine hat nur einen Audio - Ausgang aber keinen Eingang, macht
es schlank und billig. Ist ja nur für das Vorhören gedacht.

Da iTunes keinen zweiten Sound-Output unterstützt, benutze ich den einfachen
Audioplayer Cog für das abspielen meiner Audio-files. (Cog ist unter http://www.Cogx.org frei erhältlich)

Von iTunes aus kann man die Audio-Dateien per Drag 'n Drop zu Cog rübernehmen und über die externe
Soundkarte abspielen.

Meine Erfahrungen damit sind ganz gut, mann muss halt trotzdem aufpassen, dass aus dem Draggen nicht versehentlich ein
Doppelklick draus wird und das ausgewählte Liede über den Hauptkanal abgespielt wird.

Auch ganze playlists können übrigens da rüber "gedragged" werden.
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Re: Tango DJ mit Notebook, Powerbook, iBook

Beitragvon Patrick » 01.02.2009, 23:40

Mir ist generell schleierhaft, warum die meisten Tango-DJs so auf den Apple-Krams schwören. Holt Euch zwei günstige Netbooks, anständige USB-Audiokarten dran, Mischpult, fertig. Zumal ein Mischpult mit entsprechendem Signalverlauf für den Kopfhörer eh schon in vielen Sälen rumsteht. Für die Seele könnte ihr ja noch einen frischen Apfel aufs Pult stellen, dann ist Religion auch genüge getan....;-)

Ach ja, und für alle Itunes-Gläubigen hat Deutschlandradio heute einen hübschen Dreiminutenbetrag gebracht. Hier geniessen: http://podcast-mp3.dradio.de/podcast/2009/01/31/dlf_20090131_1650_252006ba.mp3
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Re: Tango DJ mit Notebook, Powerbook, iBook

Beitragvon Joachim » 03.02.2009, 18:30

Tja, Patrick, dazu werden die Besitzer von Macbooks sicher mehr als ich sagen können. Ich gehe davon aus, dass Apple DJs mit ihrem Setting zufrieden sind - weshalb soll man so was unzuverlässiges wie Windows als zusätzlichen Risikofaktor ohne Gegenwert nutzen? Es muss ja niemand Apple kaufen. Die Quartalszahlen der Firma sprechen aber dafür, dass immer mehr Leute das tun ;)

Man hat das laptop ja nicht nur zum DJen. Beim normalen Arbeiten muss man sich mit OS-X nicht um blödsinnige Einstellungen kümmern, kann halt einfach loslegen - daran kann ich nichts verkehrtes entdecken. Und der OS-X Klon aka Vista überzeugt halt immer noch nicht. Netbooks? Kannst Du Dir ja kaufen und damit starten, aber wieso soll jemand mit einem Macbook auf eine schlechtere Frickler-Lösung mit tonnenweise Zusatzhardware umsteigen, vom Winzlingsbildschirm noch zu schweigen? Alle laptops, deren Ausstieg mitten in der Milonga ich bisher erlebte, hatten das Betriebssystem von Microsoft. Und keiner ihrer Besitzer war besonders entzückt über die Blamage.

Aber abgesehen davon: Wenn Du für Dich die bessere Lösung schon hast, musst Du ja nichts über das DJen mit Macbooks lesen ;) Dein Vorschlag überzeugt mich nicht - alle Hardware zusammengenommen, ist das kaum billiger, nur anfälliger.
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Re: Tango DJ mit Notebook, Powerbook, iBook

Beitragvon Tiziano » 10.02.2009, 12:13

@Patrick: Das würde ich doch gerne sehen mit den zwei NetBooks. Bin gespannt von Deinen Erfahrungen damit zu hören/lesen.
Immerhin, falls der Erste ausfällt, bleibt noch ein zweiter zum weiterspielen :) ..

Wage mal zu behaupten, dass (m)ein MacBook beide Netbooks überlebt. ;)

Zu iTunes: Ganz klar, das Ding ist ein Monstrum, dass fast alles kann. Aber für das Tango-DJing ist es mit seinem Playlist - Management gerade richtig.
Es ist kein Zufall, dass es soviele (Tango -) DJs brauchen. Hab schon viele Alternativen angeschaut (auch kommerzielle). Aber ich hab noch nichts besseres gefunden, bis jetzt.

Das oben erwähnte Cog (http://www.cogx.org) ist noch meilenweit von einem stabilen Release entfernt, deshalb benutz ich es auch "nur" zum Vorhören.
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Re: Tango DJ mit Notebook, Powerbook, iBook

Beitragvon Michael » 14.02.2009, 14:11

Joachim hat geschrieben:Alle laptops, deren Ausstieg mitten in der Milonga ich bisher erlebte, hatten das Betriebssystem von Microsoft. Und keiner ihrer Besitzer war besonders entzückt über die Blamage.

Echt wahr? Sicher wegen Softwareproblemen oder Überforderung des Bedienpersonals :lol:
Hatten in diesen Fällen die DJ's eine Notlösung dabei, z.B. CD-Player, portabler MP3-Player? Oder blieb die Milonga nach dem Ausfall schlicht sound-los?
Michael
 
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Re: Tango DJ mit Notebook, Powerbook, iBook

Beitragvon Joachim » 15.02.2009, 12:50

Insofern "echt" wahr, dass ich nicht beurteilen konnte, ob C. Toblers Apple Setting wegen den Laptops oder wegen der Peripherie ausstieg. Einmal war alles stromlos, da hilft dann nur noch Singen oder Muulörgeli :) , das andre Mal knallte es deftig in den Lautsprechern. Da er sehr oft auflegt, nehme ich an, ich hatte bloss ausgesuchtes Pech. :?

Ausserdem fiel mir gerade ein: Ein Linux-Notebook war auch dabei. Da war aber kein unstabiles Linux oder aussteigende Software das Problem (die war natürlich selber programmiert, völlig unkapierbar, aber ein Super-DJ, ohne Ironie :P). Das Problem war, dass die Akkuanzeige nicht oder nicht richtig funktionierte, das Netzgerät in einer abgeschalteten Steckdose steckte und der Akku während der Milonga zuende ging. So ein Fehler ist natürlich wirklich fies, den findet man ja nicht gleich. In dem Fall übernahm ein andrer DJ einfach früher und mit CDs... :lol:

Bei den andren deuteten wilde Gesten des DJs an "ausgerechnet heute keine Not CD dabei", aber Windows booten dauert ja keine halbe Stange. Klar, an allen Geräten kann man auch Dinge falsch machen. Und fairerweise muss ich auch dazu sagen - wenn auch spät - heutzutage kommt das kaum noch vor, die DJs haben ihre Apparate meist im Griff. Und Tangotänzer sind klang- und auswahlmässig auch nicht sehr verwöhnt, dagegen fehlertolerant.

Auch die anfänglich schlimmen Fehler beim Einlesen der CDs und Umwandeln in MP3 sind mittlerweile nur noch bei Soundfetischisten ein Thema. Allerdings verführen gewisse Komplikationen mit dem Setting oder der EDV natürlich ein wenig dazu, lieber weniger Experimente zu wagen, "Never change a running system". Damit kommen aber des öfteren auch die gleichen "bewährten" Playlists, die schon mal funktionierten. Aber auch hier wieder: Längst nicht bei allen DJs. Je mehr Übung, desto leichter fällt es. Auch darum fand ich den Vorschlag der Netbooks unzureichend für bereits tätige DJs, aber eine Überlegung wert für Beginner. Wenn ein DJ sich endlich mal in seiner Struktur wohlfühlt, fängt der Spass ja erst an, da stellt man nicht gern die Technik um, wenn es nicht unumgänglich ist. Und ein netbook ist nun mal ein schlechter Tausch gegen ein Apple Laptop.

Es ist sicher bei niemandem gewollt, wenn die Technik aussteigt und oft kann man nichts dafür oder das User Interface ist wirklich knallblöd und fehleranfällig ausgelegt. Bei Denon CD Spielern ist es hingegen z.B. nicht möglich, das Deck, das gerade abspielt, mit EJECT zu unterbrechen. Hier werden Bedienungsfehler schon teilweise abgefangen, das passiert bei den Softwarelösungen nicht so. Manche Programme haben auch eine Funktionsvielfalt, die auf dem kleinen Bildschirm ausgeprägte Feinmotorik und höchste Konzentration erfordert - wo es prinzipiell gar nicht nötig wäre, denn all die Scratch- und Sync und was weiss ich für Möglichkeiten sind im Tango nutz- und witzlos. Auch das spricht für ein einfaches Programm. Je weniger Einstelloptionen, desto weniger falsche Einstellungen.
Joachim
 

Re: Tango DJ mit Notebook, Powerbook, iBook

Beitragvon Michael » 15.02.2009, 13:41

Also ein bunter Blumenstrauss an technischen Fallstricken - ungewollt, aber doch real. Dann hilft - ausser dem Beenden der Milonga - nur ein "redundantes System":

* entweder technisch, z.B. ein alter batteriebetriebener Cassettenrecorder. Cassetten + Batterien nicht vergessen :lol:
* oder - und das ist wohl das stilvollste: ein Musikinstrument. Doch welcher DJ spielt selber Tango?
Irma mit Geige, Humberto mit Gitarre (*) sind wohl die grossen Ausnahmen!

Michael

(*) Es ist lediglich Nostalgie, wenn ich jetzt nur diese beiden nenne. Für mich einzigartig waren ihre Auftritte 1997/98 im "Parterre".
Michael
 
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Re: Tango DJ mit Notebook, Powerbook, iBook

Beitragvon Joachim » 15.02.2009, 17:33

Eine Geige oder Gitarre allein macht aber langfristig keine Milonga interessant ;)

Das jeweils eigene PA System kaufen und mittransportieren? Da sind schnell Investitionsgrössen erreicht, die Milongabesucher nicht einbringen. Mit ausreichend guten Boxen (die für sich vierstellige Beträge kosten können) kommt noch ein Mischpult, Endverstärker (sofern keine Aktivboxen) und irgendein Massenspeicher-Abspielgerät (ob CD oder MP3 Spieler oder eben laptop) hinzu.

Die Geräte sind ja nicht so wacklig, dass reihenweise Milongas deshalb ausfallen müssen.

Und mit dem dauernden Fortschritt werden in den Milongas auch nicht gleich die CD-spieler weggeworfen. Also nur keine Sorge, Michael, geh Du ruhig tanzen ;)

Und sei's auch nur aus Nostalgie :D

Übrigens: "ihre Auftritte" - damit meinst Du Irma, ja? Und Roger? Und Caroline? Humberto war nämlich der sehr engagierte Veranstalter, DJ, Arrangeur, Mikrofonhalter und Begleiter auf der Gitarre (für Instrumente, die alleine nicht richtig klingen) dieser tango-Jam-Sessions, der später, als Silencio seinen Weg begann, in Basel ziemlich in Vergessenheit geriet, auch bei den Veranstaltern der Milongas. Man bekommt nicht immer das zurück, was man hineingibt. Man kann diese Veranstaltungen aber auch nur in Aufbruchszeiten, in der richtigen Stadt, mit dem richtigen Veranstalter zum Funktionieren bringen. In Freiburg funktionierte das trotz Humberto nicht mehr, sei's, weil der Anspruch der Musiker an sich zu hoch ist oder sie Geld verdienen müssen. Soweit ich weiss, kam Winnie Holtzenkamp aber auch erst zu Humberto, und dann zu Silencio. Man sollte sich Humberto Cosentino nicht entgehen lassen, wenn man ihn zu hören bekommt. Wenige Musiker in unsrer Region waren stärkere Katalysatoren für den Tango hier als er - und dazu noch liebenswürdige Veranstalter.
Joachim
 

Re: Tango DJ mit Notebook, Powerbook, iBook

Beitragvon Michael » 09.05.2010, 16:51

Mai 2010:
Ob es auch sinnvolle DJ-Anwendungen für das iPhone oder andere Smartphones gibt? Vermutlich hat hier die Miniaturierung eine Grenze gefunden...

Oder dann bald mit dem iPad?

Gruss von Michael
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Tango DJ mit Notebook, Powerbook, iBook

Beitragvon tangoinfo.ch » 21.09.2011, 22:10

Hier die bisherigen Artikel:

Michael KI: Ergänzung 21.9.2011 http://www.tangoinfo.ch/apple_dj/apple_dj3.shtml
Michael K. Kistler: AppleDJ Ergänzung http://www.tangoinfo.ch/apple_dj/apple_dj2.shtml
Christian Tobler: Apple DJ http://www.tangoinfo.ch/apple_dj/apple_dj.shtml
Jonas Luell: Notebook DJ http://www.tangoinfo.ch/notebook_dj/notebook_dj.shtml
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Re: Tango DJ mit Notebook, Powerbook, iBook

Beitragvon Tiziano » 11.10.2011, 20:35

Es geht noch viel einfacher:

Auch mit Hilfe des VLC-Players, der wie bei Michael K. eingerichtet wird.
Der VLC-Player ist mit Apple-Script steuerbar.

Ich hab folgendes Script für iTunes erstellt:

Code: Alles auswählen
tell application "iTunes"
   if selection is not {} then
      with timeout of 60 seconds
         repeat with eachTrack in selection
            if eachTrack's class is file track then
               set filePath to (get eachTrack's location)
               tell application "VLC"
                  OpenURL filePath
                  next
                  play
               end tell
            end if --skip if incorrect type of track
         end repeat
      end timeout
   end if
end tell


Es liegt als vlc_play.scpt file im iTunes - Script Verzeichnis.

Es macht nur etwas: Es spielt das im iTunes selektierte Track im VLC Player ab.

Danach verbindet man das Script mit einem Tastatur-Short Cut (in System-Einstellung/Tastatur/Tastaturkurzbefehle), in meinem Fall Cmd - 0 ein anderes geht natürlich auch.

Ergebnis: Ich kann selektierte Tracks im iTunes mit einem selbstgewählten Short Cut im VLC-Player starten. Das ist ja was ich wollte.
Tiziano
 
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Re: Tango DJ mit Notebook, Powerbook, iBook

Beitragvon Tanguero » 12.09.2012, 13:31

Moin, moin,

ich dachte ich belebe das Thema mal wieder neu ;O)

Ich selber habe in den letzten 3 Jahren ohne Ausfälle meine Milongas mit Windows 7 Laptops bespielt, angefangen vom kleinen Netbook bis zum Ultrabook. Wenn da jemand Probleme oder Aussetzer hat, dann liegt das wohl eher an der Einrichtung und der Unwissenheit des Bedieners hinter der Tastatur. Das selbe findet sich inzwischen aber auch immer mehr hinter Apple Tatstaturen, da habe ich inzwischen auch schon genügend "gestörte" Geräte miterlebt. Heute sieht man eh mehr und mehr Tablets (IOS und Android) als einfache Zuspieler.

Am besten vermeidet man solche Probleme in dem man seinen Laptop-Zuspieler (Apfel oder Dose) eben nicht zum allgemeinen Surfen und rumdaddeln misbraucht ;O)

Ich habe einen guten USB Kopfhörer zum Vorhören und für alle Fälle noch einen kleinen USB digital und Analogausgang sowie Erdungsschraube, falls die Anlage mal auf 50 Hertz mitmusizieren will...

Als Ersatz für Notfälle habe ich immer meine kleine Bose Aktivbox dabei (Prima Flashmob Technik), damit kann man schon mal Probleme einer Musikanlage eine Zeitlang überbrücken ohne das die Milonga stil ist. Da müssen die Jungs und Mädels eben mal leiser schnattern am Rand.

Als Software ist die kostenlose MusicBee wärmstens zu empfehlen. Sie bietet schnelle einfache mehrstufige Filter, so das einzelne Tandas on the fly ruckzuck zusammengestellt sind.

Für die "TangoRave" Tandas, die Handaction benötigen, setze ich das Virtual DJ ein in Verbindung mit dem DJ2GO, dass passt in jede kleine Laptoptasche. MusicBee und VrtualDJ laufen prima gleichzeitig nebeneinander.

Beamer mit Bildern / Videos und auf die Musik reagierenden Farb und Musterwechseln werden mit G-Force realisiert und können gleichzeitig vom Zuspieler (Apfel oder Dose) geliefert werden, allerdings ist dann das Netbook überfordert und ein Ultrabook ist angesagt.

Würde mich interessieren was Ihr so einsetzt oder wie Eure aktuellen Erfahrungen sind!

mit bestem Gruss Andreas
Termine, Events und Daten rund um den Tango gibts auf http://bailamoz.com
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Re: Tango DJ mit Notebook, Powerbook, iBook

Beitragvon Michael » 15.09.2012, 13:53

Sali Andreas,

aus meiner Sicht sind die verschiedenen Geräteklassen wohl eher eine Frage des Benutzungskomforts - da hat jeder DJ verschiedene Ansprüche.

Hinzu kommt stets auch der Aspekt der Audioqualität: am Ende des Signalweges steht immer ein analoges Audiosignal. Und das hängt von der Qualität der D/A-Wandler ab, also wie macht das Gerät aus dem Bit-Datenstrom einen hörbaren Ton.

Ich kenne einen DJ, der überzeugt ist, dass die von einem Laptop abgespielte Musik die Zuhörer im Laufe der Zeit "ermüdet" - im Gegensatz zur Musik ab CD. Ich habe hierfür keine Belege, aber ich kann mir vorstellen, dass bei einem CD-Player am Ende ein hochwertigeres Analogsignal entsteht als bei der Standard-Ausgangsbuchse am Laptop. Dies mag dann vielleicht auch das Motiv sein, warum DJ's einen separaten Audioadapter an den Laptop hängen und den Laptop selber nur als "Datenspeicher" sehen.

Tanguero hat geschrieben:Heute sieht man eh mehr und mehr Tablets (IOS und Android) als einfache Zuspieler.

Da habe ich schon ziemliche Hilflosigkeit gesehen. Muss wohl noch geübt werden und vorerst besser nur vorgefertigte Serien abspielen ;)

ciao, Michael
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