Die "Alten" beim Ostertango?

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Die "Alten" beim Ostertango?

Beitragvon tangoinfo.ch » 22.03.2008, 16:59

sali zsämme,

wo sind beim Ostertango in Basel eigentlich die langjährigen, "alten" Tanzlehrer geblieben? Ich denke an Julio Balmaceda, Chicho Frumboli und noch paar andere.

Sind sie nicht mehr en vogue in Basel oder wurde der Generationenwechsel eingeläutet? Sind sie zu teuer geworden? Ist Basel für sie nicht mehr interessant oder haben sie sich schlicht aus dem Geschäft zurückgezogen ?

Schöni Oschtere und den Besucher/innen einen schönen Ostertango!
Michael
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Re: Die "Alten" beim Ostertango?

Beitragvon Joachim » 22.03.2008, 21:51

Diese Frage solltest Du an die Veranstalter adressieren. Für das, was man auf der Tanzfläche zu sehen bekommt (bei dem Schummerlicht ohnehin eine Leistung....) braucht es doch keine Lehrer: Chrüsimüsi-herumgetappe, bevorzugt rückwärts (weil das, was die Augen zu sehen bekommen, einfach furchteinflössend ist, also rückwärts, da sieht man die Katastrophe oder den Frauenrist wenigstens nicht, in den man hineintrampelt). Foxtrott-Adepten, Stehbluesfanatikern, Tangostandbilder und die sperrigen Tangopersiflagen der Turnerriege von plan-t - zum Teil erinnert es an Fahrschüler, die nach einer halben Stunde Theorie mit dem Auto oder dem Töff auf den Verkehr losgelassen werden.

Ein Naveirra wäre die komplette Verschwendung, das sieht er wahrscheinlich auch so. Ein Chicho war noch nie ein guter (sondern zumeist komplett abwesender und abweisender) Lehrer, wiewohl ein Ausnahmetänzer, was Musikalität anbelangt - das könnten nun die Teilnehmer an seinen Kursen wahrscheinlich bestätigen.

Aber, bei allem Geunke und Kritisieren: Die Rechnung geht tiptop auf - mittlerweile hat das Tangofestival so einen renommierten, guten Ruf, das KANN gar nicht mehr schiefgehen: Von Moskau und Norwegen und England und wo sonst noch kommen die Leute, um mal dabei zu sein. Da denke ich mir immer, so schlecht, wie ich das jetzt empfinde, kann es gar nicht sein. Hat bestimmt was mit selektiver Wahrnehmung zu tun. Oder so.

Otros Aires spielt - danach die selben playlists, die auch sonst immer zu hören sind - was soll's? Ob die Mehrzahl der Teilnehmer die eine oder die andre Musik nicht hört beim tanzen, spielt doch keine Rolle... Es dauert halt, bis wir Tango-Individualisten mal dahinterkommen, dass das Ganze auch noch einen sozialen Aspekt hat, der tatsächlich weitergehen könnte als nur, sich aus einem möglichst grossen TänzerInnenangebot ein paar Rosinen herauszupicken und mit ihnen dann (alle Mittel erlaubt, inklusive Invaliden-Voleos..) ein Bewegungsareal freizukämpfen. Aber was will man von Männern erwarten, die auf dem Boden ein Konzept suchen, während sie grad im Ringkampf sind mit Frauen, die sich auch nicht mehr so leicht verbiegen lassen wollen wie früher?

Gut, vor denen findet man Schutz in der Dunkelheit hinter den Säulen des Saales, wo es aufforderungssicher finster bleibt.

Erkauft man sich mit der Eintrittskarte tatsächlich das Recht auf ein möglichst grosses Stück Tanzfläche ganz für sich?
Joachim
 

Re: Die "Alten" beim Ostertango?

Beitragvon Patrick » 24.03.2008, 21:31

tangoinfo.ch hat geschrieben:sali zsämme, wo sind beim Ostertango in Basel eigentlich die langjährigen, "alten" Tanzlehrer geblieben?


Keine Ahnung, ich kenne die auch gar nicht. Aber ehrlich gesagt können mir diese ganzen argentinischen Gurus mittlerweile gestohlen bleiben. Alles tolle Tänzer, gute Entertainer, richtige Stimmungskanonen, aber zumindest was ich an den Workshops in den letzten Tagen gesehen habe didaktische Nullnummern. Zeigen ihre tolle Sequenz dreizehnmal zackig vor, und den Rest der Stunde über huschen sie an den Paaren vorbei, um zu demonstrieren, dass sie mental und von den Sprachkenntnissen her völlig unfähig sind, auf eine simple in simplem englisch gestellte Frage einzugehen. Gut, mit 25 Schülerpaaren wäre ich auch überfordert. Aber ich weiss ja auch nicht, ob das die Geldgier der Veranstalter oder der Lehrer war. Und ja, ich habe selbst nachgezählt. Ein Workshop war mit 22, einer mit 25 Paaren. Irgendwer scheint sich da selbst massiv zu überschätzen.

Zum Glück habe ich noch zwei Chacarera-Workshops besucht, die waren wirklich gut. Auch wenn wir wohl doppelt soviel getanzt hätten, wenn nicht das Lehrerpaar dauernd darüber gestritten hätte, wer jetzt was erklären darf. Aber ich will meine Anforderungen mal nicht zu hoch schrauben ;-)

Witzigerweise ist mir Abends an der dichtgedrängten Milonga aufgefallen, dass zumindest zwei Lehrerpaare permanent rückwärts in andere Paare reingedüst sind. Während ihrer Show hatten sie schön Platz. Nachher eben nicht mehr. Und ja, Joachim, ein paar Lufthaken-Meister hab ich auch gesehen. Aber nach drei Tagen kennt man die und kann sie weiträumig umtanzen :-)

Wirklich voll wars am Freitag Abend, da hab ich auch länger mal nur zugesehen, die anderen Tage waren ganz ok. Aussen tanzen alle in Tanzrichtung, aber keiner passt auf. In der Mitte wirbelten alle quer durcheinander, aber die meisten haben sehr rücksichtsvoll aufgepasst. Ehrlich gesagt hab ich deshalb ab Samstag nur noch in der Mitte getanzt. Man reiche mir eine Schale, damit ich meine Hände in Unschuld waschen kann...

Joachim: Der Vorwurf des Rosinenpickens steht bei fast jeder Milonga im Raum. Aber es braucht halt immer zwei, damit man miteinander tanzt. Ich hab mit jeder Frau getanzt, die mich deutlich genug angeguckt hat. Und das waren glücklicherweise sehr viele. Hab ich tatsächlich eine Weinbeere übersehen?


Gruss

Patrick
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Re: Die "Alten" beim Ostertango?

Beitragvon Anfänger » 25.03.2008, 02:44

Patrick hat geschrieben:... Ein Workshop war mit 22, einer mit 25 Paaren. Irgendwer scheint sich da selbst massiv zu überschätzen.


Wer an einem derartig überfüllten Workshop teilnimmt, ist selber schuld.
Leider haben die Kursteilnehmer vorab einen Informationsnachteil. Daher vom Veranstalter klare Aussage verlangen, wieviele Paare es maximal gibt. Zu viel verlangt? Dann eben adios Workshop! :mrgreen:
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Re: Die "Alten" beim Ostertango?

Beitragvon chiquilin » 25.03.2008, 15:04

Wer nicht hingeht, verpasst nichts.
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Re: Die "Alten" beim Ostertango?

Beitragvon trashcash » 26.03.2008, 01:58

Eine der sperrigen Tangopersiflagen der Turnerriege von Plan-T meldet sich zu Wort.
Sag mal, was soll das ganze gedisse hier Joachim? Dass du die "Veranstalter" und alles womit sie auch nur im geringsten zu tun haben nicht ausstehen kannst habe ich langsam begriffen. Ich wundere mich nur, ob da vielleicht noch mehr dahinter steckt?
Wenn nein, dann geh das doch bitte mit denen ausdisskutieren! So wie du deiner Wut momentan freien lauf lässt verletzt du sehr viele Leute, die damit nichts zu tun haben.
Wenn ja, und du hast tatsächlich ein echtes Problem mit mir und nicht den "Veranstaltern", dann würde es mich interessieren wo das denn genau liegt, bevor du weiter rumgehst und dich über micht beschwerst.
Find ich ausserdem schade dass ich für dich nur eine unötig Platz einemende Kopie darstelle. Ich Lade dich sehr gerne mal zu einem Kaffe ein, damit du dich persönlich von meiner Einzigartikeit überzeugen kannst. Und ausserdem: von jemandem der mehr soziales Verhalten auf der Tanzfläche predigt, erwarte ich eigentlich mehr respekt, auch im "anonymen" internet ...

Vielleicht bin ich ja der einzige hier, aber mir hat das Ostertango Festival extrem gefallen. So viele wunder schöne tänze nacheinander hatte ich noch nie. Und Ezequiel ist einer der besten Tangolehrer die ich je hatte. Technisch top, baut seinen Unterricht sehr gut auf, nicht arrogant und äusserst höflich. Was will man mehr?

Grüsse, trashcash
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Re: Die "Alten" beim Ostertango?

Beitragvon Joachim » 26.03.2008, 02:31

Trashcash, ich weiss überhaupt nicht, wer Du bist, denn Du ziehst die Anonymität eines Pseudonyms vor. Mit Anonymen kann ich nicht diskutieren, sorry - mit Leuten, die zu ihrer Identität stehen, schon - oder hast Du damit ein Problem? Schreib doch bitte mal, wo ich Dich oder sonst jemanden als "....dass ich für dich nur eine unötig Platz einemende Kopie darstelle." bezeichnet haben soll? Sollte irgend jemand behauptet haben, ich hätte irgendwen als Kopie bezeichnet, dann ist das falsch.

Respekt bekommt, wer Respekt zeigt. Andern im Rückwärtsgang im Weg rumtanzen, Beine schön hochschlenkern ohne vorher geschaut zu haben, ob dafür Platz ist - das ist von vorneherein KEIN Respekt den Mittanzenden gegenüber - da musst Du den von jemand andrem einfordern. Ich kenne doch gar nicht alle vom Plan-T, aber ein paar der prominenteren Vertreter wie Samuel, Lia, Lio (?) schon. Und ich hab wirklich genug das Hin-und Hergewiege gesehen, dass ich hinreichend Grund finde, das als Turnen zu sehen, was im seltensten Fall irgendwas mit der Musik zu tun hat. "Das ist kein Tango" - das Etikett haben irgendwann alle jungen Tänzer mal aufgestempelt bekommen. Wenn das Eure Art von Tango ist - prima, die ist aber nicht für alle andren ebenso verbindlich. Man wird sehen, inwieweit der Tango seine eigene Meinung dazu hat und was davon weiterbestehen bleibt. Ich persönlich finde diese Art Bewegung als jemand, der gerne mit Genuss und ohne permanent auf dem Quivive sein zu müssen, tanzt, immer wieder extrem störend durch die Unberechenbarkeit Eurer weiträumigen Bewegungen. Das ist vielleicht kreativ - im Hinblick auf einen ruhigen Tanzfluss, in dem alle Platz finden, seid ihr auf die Art jedoch sperriges Treibholz - das heisst nicht, dass ich gegen Euch als Personen was habe, aber Euer Stil passt nicht in alle Veranstaltungen. Wenn viele Leute sich wenig Platz teilen müssen, und ihr nehmt Euch, was Ihr zu brauchen meint, dann habe nicht ich ein Respekt-Problem. Jeder der Besucher des Festivals hat den gleichen Eintritt bezahlt - das könntest Du Dir auch mal überlegen, anonymer trashcash.

Aber: Du hast bestimmt auch andres gelesen als nur den Absatz über die "Tangopersiflagen" - ich habe zwar nun viel zu dem geschrieben, wie ich manche Mitglieder von plan-t erlebe, aber an den relativ wenigen Leuten hat der Tanzfluss in den Milongas insgesamt mit Sicherheit nicht gescheitert. Hätte es ein oder zwei Bahnen gegeben, auf denen wenigstens überwiegend dahin getanzt worden wäre, wo man gesehen hätte, dass freier Platz ist, wäre in der Mitte genügendst Platz gewesen für doppelt so viele Leute mit Experimentallust. Gibt es Lehrer, die darauf im Unterricht Wert legen?

Wenn das Angebot zum Kaffeetrinken noch steht: Gerne am nächsten Sonntag z.B., dann bitte PM. Oder andre Vorschläge, die Woche über bin ich nicht in Basel.
Joachim
 

Re: Die "Alten" beim Ostertango?

Beitragvon trashcash » 26.03.2008, 03:33

Aha, also doch ein Problem mit mir ;P
Gehen wir doch ein Kaffe trinken am Samstag! Ich schreibe dir ein PN.
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Re: Die "Alten" beim Ostertango?

Beitragvon Roberto » 26.03.2008, 12:11

Die Diskussion, wie sie gerade in Basel stattfindet erinnert stark an die Situation vor einiger Zeit in Zürich und lädt zum schmunzeln ein...wenn sie eben nicht so verbissen wäre. ja nuh, so ist es doch wie überall. Plötzlich tauchen da jüngere Leute auf, bringen neue Schritte und neue Ausdrucksweisen. Wir älteren, ich selber gehe ja auch schon bald auf die fünfzig zu und tanze schon mehr als zehn Jahre in Basel, sind plötzlich nicht mehr die Platzhirsche und kommen uns verdrängt vor. Aber ehrlich, das ist doch einfach lächerlich. Tanzen wir denn eigentlich weil es uns Spass macht oder weil wir hoffen von vielen gesehen zu werden. Glauben denn all die alten Knochen wirklich, es darf sich nie was am Tango ändern? Auch wenns nun plötzlich ein wenig sportlicher wird, schlechter wirds dadurch nicht, eher ein wenig lustiger.
Also vertragt euch wieder, trinkt ein Bier zusammen und jeder soll dem andern ein paar Tipps aus seinem Tanzstil verraten. :)
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Re: Die "Alten" beim Ostertango?

Beitragvon tangoinfo.ch » 26.03.2008, 14:10

sali zsämme,

da hat Roberto mit den "Alten" eine neue Gruppe genannt: die älteren Tanzenden. Hinweis: In der Umfrage von 2002 trennten sich die jüngeren und älteren ab ca. 40 Lebensjahren. Umfrage siehe http://www.tangoinfo.ch/milonga2002.shtml ).
Im aktuellen Posting meinte ich die älteren Lehrer(paare). Wenn die Diskussion neue Varianten auslotet, spricht das für die Vielfalt des Generationenthemas.

Was Joachims Beiträge angeht, finde ich diese sehr inspirierend und pointiert. Er schildert seine Eindrücke und seine Betroffenheit ganz persönlich, sprachlich gekonnt und verantwortungsvoll. Er benennt keine Privatpersonen (das wäre auch nicht im Sinne des foro de tango). Wenn er etwas über auftretende Künstler/ Gruppen/ öffentliche Persönlichkeiten schreibt, so sehe ich das als Kunstkritik. Von Kunst hat (hoffentlich) jeder seine persönliche Vorstellung.

Und: Joachim ist einer der wenigen, die keinen anonymen Nick haben. Soll auch mal erwähnt sein!

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Re: Die "Alten" beim Ostertango?

Beitragvon trashcash » 26.03.2008, 14:44

Ja Roberto da hast du total recht! Ich bin auch nicht auf streit aus. Ich will nicht Platzhirsch sein. Ich will den "Tango" nicht mit meinem Tanzstil neu definieren. Ich will spass haben. Das ist alles. Und dabei will ich andere Leute beim ihrem spass haben nicht stören. Genau das scheint aber der Fall zu sein. Darum will ich wissen wieso.
Nur war das jetzt einfach ein bisschen zu viel. Stell dir vor, ich bin nicht so scharf darauf hier verspottet zu werden. Ich suche das Gespräch weil es möglich ist, dass alle nebeneinander spass haben. Vielleicht sogar zusammen? Ne? Na, halt eben nicht. Versucht haben wir's dann zumindest ...
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Re: Die "Alten" beim Ostertango?

Beitragvon Roberto » 26.03.2008, 17:36

Sorry, hatte eigentlich nicht vor irgendwen zu verspotten. Wenn, dann handelt es sich um ein Missverständnis.
Tatsächlich finde ich auch, man sollte vorallem tanzen um Spass daran zu haben. Also Sorry rundum.
Wegen den Alten. Ich habe tatsächlich die älteren Tänzerinnen und Tänzer gemeint. Ich glaube um die älteren Tanzlehrerpaare gings nur am Anfang.
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Re: Die "Alten" beim Ostertango?

Beitragvon trashcash » 26.03.2008, 17:45

Nene, du warst da nicht gemeint :D
das war an joachim gerichtet.
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Re: Die "Alten" beim Ostertango?

Beitragvon Joachim » 26.03.2008, 19:52

trashcash hat geschrieben:Ja Roberto da hast du total recht! Ich bin auch nicht auf streit aus. Ich will nicht Platzhirsch sein. Ich will den "Tango" nicht mit meinem Tanzstil neu definieren. Ich will spass haben. Das ist alles. Und dabei will ich andere Leute beim ihrem spass haben nicht stören. Genau das scheint aber der Fall zu sein. Darum will ich wissen wieso.
Nur war das jetzt einfach ein bisschen zu viel. Stell dir vor, ich bin nicht so scharf darauf hier verspottet zu werden. Ich suche das Gespräch weil es möglich ist, dass alle nebeneinander spass haben. Vielleicht sogar zusammen? Ne? Na, halt eben nicht. Versucht haben wir's dann zumindest ...


Ich frage mich und am Samstag dann vielleicht mal Dich (so face to face ist es sicher einfacher ;) ), warum und aufgrund von was genau Du Dich verspottet fühlst, anonymer trashcash. Waren es nur die sperrigen Tangopersiflagen? Du weisst schon, was Persiflagen sind? Man könnte es auch anders als Spott sehen - KLICK. Es ist also schon mal kein Schimpfwort für Personen.

Ich habe ja nicht behauptet, eine reduzierte Wahrnehmung der Mittanzenden wäre ausschliesslich ein Problem von "Euch Jungen" - das zieht sich quer durch alle Altersschichten, nicht nur beim Tango. Nur kommt hier dazu, dass Eure Figuren sehr gross angelegt sind und auch im grössten Gedrängel die Füsse nicht am Boden bleiben. Dadurch werdet Ihr dann zum Hindernis (wie jeder mit grossen Figuren bei kleinem Platzangebot natürlich), das man zwar umtanzen kann - aber dabei kreuze ich gezwungenermassen die Bahnen von andren Tänzern und werde selber wegen Euch zum Risiko. Das gefällt mir nicht. Und das passiert ja pro Runde mehrmals, denn nach meiner Wahrnehmung tanzt Ihr schon relativ stationär - also lang auf einem Platz.

Andrerseits verstehe ich natürlich schon, dass für Dich Spass macht, was Du gern machst - und wenn das mit dem vorgenannten einhergeht und Du dabei wohl bist, fein. Die Mehrzahl, wie schon gesagt, tanzt eben anders und möchte ebenfalls Spass, und das erzeugt Reibungen. Wenn ich darüber nachdenke, fiel mir das beim Otros Aires Konzert im Hinblick auf jungen Tänzer nicht besonders auf, da waren sehr viele Nicht-Junge unterwegs, die das Konzept "Tanzfluss" vielleicht noch nicht mal vom Hörensagen kennen. Sehr schwierig war es dagegen im Tango-Café.
Joachim
 

Re: Die "Alten" beim Ostertango?

Beitragvon Anfänger » 26.03.2008, 21:58

Joachim hat geschrieben:Nur kommt hier dazu, dass Eure Figuren sehr gross angelegt sind und auch im grössten Gedrängel die Füsse nicht am Boden bleiben. Dadurch werdet Ihr dann zum Hindernis (wie jeder mit grossen Figuren bei kleinem Platzangebot natürlich)


Schade finde ich, dass in aktuellen Kursen (vielleicht sogar am Tango Festival Basel?) viele Spezialtechniken gelehrt werden. Zu kurz kommt offenbar die Unterweisung im tango de salon. Da würde man lernen (sofern man will...), wie auf engstem Raum zu agieren ist bzw. was zu unterlassen ist.

Appell an Veranstalter: bei einem Ball mit vielen Besuchern diejenigen, die sich um jeden Preis produzieren müssen (egal wie alt), bitte aus dem Verkehr ziehen! Sollen die sich doch in einem Nebenzimmer unter ihresgleichen vergnügen! :mrgreen:
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