tangoinfo.ch hat geschrieben:sali zsämme, wo sind beim Ostertango in Basel eigentlich die langjährigen, "alten" Tanzlehrer geblieben?
Keine Ahnung, ich kenne die auch gar nicht. Aber ehrlich gesagt können mir diese ganzen argentinischen Gurus mittlerweile gestohlen bleiben. Alles tolle Tänzer, gute Entertainer, richtige Stimmungskanonen, aber zumindest was ich an den Workshops in den letzten Tagen gesehen habe didaktische Nullnummern. Zeigen ihre tolle Sequenz dreizehnmal zackig vor, und den Rest der Stunde über huschen sie an den Paaren vorbei, um zu demonstrieren, dass sie mental und von den Sprachkenntnissen her völlig unfähig sind, auf eine simple in simplem englisch gestellte Frage einzugehen. Gut, mit 25 Schülerpaaren wäre ich auch überfordert. Aber ich weiss ja auch nicht, ob das die Geldgier der Veranstalter oder der Lehrer war. Und ja, ich habe selbst nachgezählt. Ein Workshop war mit 22, einer mit 25 Paaren. Irgendwer scheint sich da selbst massiv zu überschätzen.
Zum Glück habe ich noch zwei Chacarera-Workshops besucht, die waren wirklich gut. Auch wenn wir wohl doppelt soviel getanzt hätten, wenn nicht das Lehrerpaar dauernd darüber gestritten hätte, wer jetzt was erklären darf. Aber ich will meine Anforderungen mal nicht zu hoch schrauben

Witzigerweise ist mir Abends an der dichtgedrängten Milonga aufgefallen, dass zumindest zwei Lehrerpaare permanent rückwärts in andere Paare reingedüst sind. Während ihrer Show hatten sie schön Platz. Nachher eben nicht mehr. Und ja, Joachim, ein paar Lufthaken-Meister hab ich auch gesehen. Aber nach drei Tagen kennt man die und kann sie weiträumig umtanzen

Wirklich voll wars am Freitag Abend, da hab ich auch länger mal nur zugesehen, die anderen Tage waren ganz ok. Aussen tanzen alle in Tanzrichtung, aber keiner passt auf. In der Mitte wirbelten alle quer durcheinander, aber die meisten haben sehr rücksichtsvoll aufgepasst. Ehrlich gesagt hab ich deshalb ab Samstag nur noch in der Mitte getanzt. Man reiche mir eine Schale, damit ich meine Hände in Unschuld waschen kann...
Joachim: Der Vorwurf des Rosinenpickens steht bei fast jeder Milonga im Raum. Aber es braucht halt immer zwei, damit man miteinander tanzt. Ich hab mit jeder Frau getanzt, die mich deutlich genug angeguckt hat. Und das waren glücklicherweise sehr viele. Hab ich tatsächlich eine Weinbeere übersehen?
Gruss
Patrick